Graue Gärten des Grauens

In Zeiten, in denen vermehrt das Verschwinden von Insekten und damit einhergehend auch das Verschwinden von Singvögeln beklagt wird, gehen immer mehr Gartenbesitzer dazu über, ihren Garten in eine alpine Geröllhalde zu verwandeln. Auch die Stadt Gerlingen macht hiervon Gebrauch, wie an dem Kreisverkehr auf der Schillerhöhe zu sehen ist. Als Hobbyimker fragt man sich da schon, wo die Schutzbefohlenen ihre Pollen und den Nektar sammeln sollen. Offensichtlich wird die mit einer Grünbepflanzung verbundene Arbeit gescheut. Das ist sehr schade, denn es wird zusätzlich zu Wohnungs- und Straßenbau, fehlenden Ackerrandstreifen und nichtheimischen Pflanzen wie z.B. Kirschlorbeer unseren heimischen Insekten die Nahrungsgrundlage entzogen und das Mikroklima verändert. Man könnte die so gestalteten Gartenflächen ehrlicherweise auch gleich asphaltieren.

Ewald Bischoff